Mit Frauen, für Frauen: wahrnehmen - erkennen - handeln

Der Deutsche Frauenring e.V. fordert mit Nachdruck Schutzräume für weibliche Flüchtlinge. Am 31. Oktober 2000 wurde die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ erlassen; auch nach 15 Jahren wird die in ihr enthaltene Forderung nach einem besonderen Schutz von Frauen und Mädchen auf der Flucht weitestgehend ignoriert. Dabei ist jeder dritte Flüchtling in Deutschland weiblich! Gerade für alleinreisende Frauen und ihre Kinder enden die Gefahren der Flucht nicht im Ankunftsland, auch nicht im vermeintlich sicheren Deutschland.

In Gemeinschaftsunterkünften sind sie oftmals Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Nicht selten wird ihnen der Zugang zu den sanitären Anlagen und Kochstellen erschwert oder ganz verweigert. Dem Sicherheitsbedürfnis von Frauen und Mädchen, vor allem jener, die bereits in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Opfer männlicher Gewalt wurden, ist Rechnung zu tragen; Rahmenbedingungen, die eine Retraumatisierung wahrscheinlich machen, sind unzumutbar. Eine separate Unterbringung von (alleinreisenden) Frauen ist unerlässlich; in den gemischten Auffanglagern sind sie unzureichend vor Übergriffen jedweder Art geschützt. Deutschland steht daher in der Pflicht, den größtenteils traumatisierten weiblichen Flüchtlingen Schutzräume zu bieten, um sie in Sicherheit zu bringen. 
Der Deutsche Frauenring e.V. fordert aus gegebenem Anlass die Einrichtung solcher Schutzräume für weibliche Flüchtlinge, auch um endlich die UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ faktisch umzusetzen.